Es fing mit einer Frage an, die eigentlich nur so dahingesagt war: Ist Nordhalben bereit für ein eigenes Festival? Der Ort hat rund 1.500 Einwohner und sehr viel Frankenwald drumherum. Die Antwort kam im November 2025 — bei Minusgraden, im Schnee, in der Nordwaldhalle, mit vier Bands und einem Publikum, das man freundlich „überschaubar" nennen konnte. Wer da war, stand dafür direkt vor der Bühne. Und die Veranstalter sagten noch am selben Abend: Das machen wir wieder.
Am Samstag, 21. November 2026 lösen sie das ein. Die Wolfsnacht im Frankenwald kommt zurück, diesmal mit sechs Bands.
Ganz oben Munarheim mit symphonischem Black- und Folk-Metal — Bombast, Blastbeats und „Nacht und Stürme" im Rücken. Darunter Feuerwulf, sieben Leute, Gitarren, Geigen, Drehleiern, Trommeln. Sie standen schon bei der Premiere auf der Bühne und kommen jetzt zurück — Heimspiel.
Dazu Lykana, die Dudelsack und harte Riffs zu Sagenstoff verweben und 2026 ihre Debütsingle „Medusa" rausgehauen haben. Die Mighty Dragonlords aus Nürnberg mit verspieltem Fantasy Power Metal über ihr erfundenes Land Gloriador. Eldskål, ebenfalls Nürnberg, Mittelalter-Rock mit ordentlich Dudelsack. Und Balberskult aus Kulmbach, die alte fränkische Sagen in Black Metal mit Punk-Kante gießen — näher an der Heimat geht kaum.
Der kleine Mittelaltermarkt vor der Halle öffnet schon um 12:00 Uhr, Eintritt frei. Dazu Bar mit Met, Essen, auch vegetarisch. Einlass 14:30 Uhr, Beginn 15:00 Uhr.
Was das Ganze trägt, steht so auf der Festivalseite: Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf gehen — abzüglich Gebühren — an die Bands. Organisiert wird das Ganze vom Frischen Wind Nordhalben e.V.; Halle, Security und Orga stemmen der Verein, ein Haufen Ehrenamtliche und ein paar Unterstützer. Nicht aus wirtschaftlichem Interesse, sondern aus Liebe zur Musik, zur Gegend und zu den Leuten. Genau deshalb sollte man hinfahren.









