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Ab heute steht der Hof des JUZ Live Club in Andernach voll: Das Deathfeast Open Air öffnet für drei Tage. 33 Bands aus 18 Ländern, eine Bühne, kein Parallelprogramm — die Veranstalter nennen es das brutalste Open Air Europas, und beim Blick auf den Zettel widerspricht niemand. Zuletzt meldeten sie, man sei nah an einer weiteren ausverkauften Ausgabe.
Donnerstag, 20. August
Den ersten Abend beschließen um 23:00 Uhr Signs Of The Swarm. Die Deathcore-Band aus Pittsburgh ist der größte Name des Wochenendes und in Andernach eher der Ausreißer nach oben — der Rest des Tages gehört dem Untergrund.
Davor: Coffin Feeder aus Belgien, einer von zwei kurzfristigen Nachrückern, Cutterred Flesh aus Karlovy Vary, Filth aus Göteborg, Scatology Secretion, Emasculated Vituperation aus Taipeh, Coprocephalic Mutation und Imperial Execration aus Prag. Eröffnet wird um 16:00 Uhr von Home Reared Meat aus Meppen.
Und genau hier gab es kurz vor Toresschluss noch eine Änderung: Fatuous Rump aus Taipeh hätten den Donnerstag-Slot um 20:45 Uhr gespielt, Sänger Larry Wang bekam seinen Pass aber nicht rechtzeitig. Cutterred Flesh — eigentlich für Samstag gebucht und ohnehin schon Richtung Andernach unterwegs — sprangen ein. Fatuous Rump spielen dafür am Samstag um 16:45 Uhr. So löst man das im Underground.
Freitag, 21. August
Den Abschluss macht um 23:00 Uhr Internal Bleeding. Die Band von Long Island hat mit "Voracious Contempt" (1995) mitdefiniert, was Slam überhaupt ist, und gibt seit über drei Jahrzehnten den Takt für den New Yorker Sound vor. Davor spielen Cerebral Incubation aus Las Vegas ihre einzige EU-Show des Jahres — und Annotations of an Autopsy ebenfalls: Die Briten rückten zusammen mit Coffin Feeder kurzfristig nach, nachdem Vulvodynia ihre Resttour abgesagt hatten und Extermination Dismemberment kein EU-Visum bekamen.
Aus Chemnitz kommt mit Cytotoxin der technisch feinste Auftritt des Tages: Tschernobyl-Konzept-Death-Metal, seit "Gammageddon" eine feste Größe. Dazu die römischen Blast-Veteranen Hour of Penance und ein südostasiatischer Block, den man hierzulande praktisch nie zu sehen bekommt: Deadsquad aus Jakarta, Jasad aus Bandung, Death Vomit aus Yogyakarta. Internal Suffering reisen aus Kolumbien an, Human Mass Extermination aus Costa Rica, Kakothanasy aus Lausanne. Los geht es um 13:45 Uhr mit Suffer.
Samstag, 22. August
Revocation schließen das Festival um 23:00 Uhr ab. Die Bostoner sind die seltene Death-Metal-Band, auf die sich Riff-Nerds und Pit-Publikum gleichermaßen einigen können. Vorher: Condemned aus San Diego mit dem Material von "Daemonium", Despondency aus Leer und Gutrectomy.
Der Nachmittag ist der internationalste des Wochenendes: Brutal Sphincter aus Belgien, Guttural Disgorge aus Aarhus, Molested Divinity aus Ankara, Phrymerial aus Barcelona, Darkall Slaves aus Lille, Sperm of Mankind aus Bratislava und Pikodeath aus Liberec. Dazu, neu im Plan, Fatuous Rump um 16:45 Uhr.
Wer das Dortmund Deathfest Ende Juli auf dem Schrottplatz mitgenommen hat, kennt die Handschrift übrigens schon: Es ist dasselbe Team. Andernach liegt keine zwei Stunden von Köln entfernt — die komplette Running Order für alle drei Tage steht in der KRACH App.



































